Die Geschichte des Ortsteil's Wernberg

Die langjährige Geschichte ist maßgeblich durch die Burg Wernberg und der Lage an den Handelsstraßen geprägt.
Der Markt Wernberg entstand im Schatten der Burg, an der alten Heer- und Handesstrasse Nürnberg-Prag (B 14) und Regensburg-Hof (B 15) aus den alten Ansiedlungen Unterwernberg, Schütthütten und Wohlsbach. Die Ortschaft in alle Richtungen weit überragende Burg Wernberg ist erstmals 1280 urkundlich erwähnt.
Der überwiegend von Handwerkern, Taglöhnern und knapp einem halben Dutzend Ökonomiebürgern bewohnte Ort erhielt im Jahre 1406 einen "Schultheiß und Schöffen", d.h. einen Bürgermeister und Ratsmitglieder. Im Kreuzungspunkt der beiden Straßenzüge ist in der spätgotischen Zeit eine Kirche erbaut worden, etwa zwischen 1500 und 1530, die der hl. Mutter Anna geweiht wurde und als Filialkirche von Oberköblitz aus versehen wurde. Das Marktrecht wurde Wernberg 1583 verliehen. Damals hatte der Ort 28 steuerpflichtige Hausbesitzer. Bis zum 30-jährigen Krieg (1618 - 1648) zeigte Wernberg eine langsame, aber ständige Aufwärtsentwicklung. Die Kriegs- und Nachkriegswirren führten aber zu einem wirtschaftlichen Niedergang, ebenso die am 10. Juni 1687 entstandene Feuersbrunst, die die gesamte Ortschaft in Schutt und Asche gelegt hat. Alle Unterlagen über Ursprung und Altertum der Ortschaft wurden vernichtet. Ende des 17. Jahrhunderts waren die harten Schicksalsschläge von der Bevölkerung überwunden und es setzte wieder eine Aufwärtsentwicklung ein. Im Jahre 1723 zählte der Ort schließlich 66 Anwesen. Es gab 2 Gastwirtschaften, 1 Schankwirtschaft, 1 Garküche, 5 Metzger, 4 Schmiede, 4 Bäcker, 2 Krämer, 3 Schneider, 4 Weber, 2 Schuster, 1 Büttner, 1 Arzt, 1 Bader, 4 Taglöhner, 1 Marktschreiber, 1 Schulmeister, 1 Förster und 4 Landwirte. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts blieb diese berufliche Struktur nahezu unverändert. In dieser Zeit erfolgte der Bau der Eisenbahn, der zwar einige Veränderungen mit sich brachte, eine grundlegende Umstrukturierung in wirtschaftlicher Hinsicht setzte jedoch erst mit der Ansiedlung von zahlreichen heimatvertriebenen (1945/46) ein. Heute ist Wernberg ein Ort, der von zahlreichen Klein- und Mittelbetrieben geprägt ist.
Die Marktgemeinde Wernberg entstand, wie fast alle Gemeinden Bayerns, 1817 - 1818. Sie wurde aus dem Markt Wernberg und dem Dorf Wohlsbach gebildet. Die Gemeinde gehörte zum Landgericht älterer Ordnung Nabburg, aus dem 1862 das gleichnamige Bezirksamt, der spätere Landkreis Nabburg hervorging. Die Gebietsreform hatte auch auf die Gemeinde erhebliche Auswirkungen. Im Jahre 1972 wurde die ehemalige Gemeinde Losau in die Marktgemeinde Wernberg eingegliedert und mit Wirkung vom 01.01.1974 wurde schließlich aus dem Markt Wernberg und der Gemeinde Oberköblitz die Marktgemeinde Wernberg-Köblitz gebildet.